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"Summer Haze – Bullhead MC-Series" – Leseprobe

Kapitel 1 – French

 

Kaum hat er die Bürotür hinter sich abgeschlossen, klingelt drinnen das Telefon.
»Fick dich, ich hab Feierabend«, sagt er in den leeren Flur und zieht den Schlüssel ab. Die erdrückende Hitze des Tages hängt in dem Gebäude, er kann es kaum erwarten, auf sein Motorrad zu steigen und sich den Fahrtwind um die Ohren wehen zu lassen. Vielleicht eine kleine Abendrunde mit Weeds hinaus aufs Land, ein Stopp bei dem romantischen Biergarten draußen am See und …
Der Festnetzapparat klingelt und klingelt und klingelt. »Welcher Idiot hat vergessen, den Anrufbeantworter einzuschalten?«, brummt er, wohl wissend, dass er selbst es verbockt hat. Er schiebt es auf die anhaltende Hitzewelle. Entschlossen, das nervtötende Gebimmel zu ignorieren, geht French den Flur hinunter. An der Treppe hält er inne. Das Telefon läutet noch immer. Er wiegt den Büroschlüssel in der Hand und fragt sich, was am frühen Abend mitten in der Woche so wahnsinnig dringend sein kann, dass jemand ausdauernden Telefonterror bei Pilgrim Security betreibt. Eigentlich will er es gar nicht wissen.
Trotzdem kehrt er um und verflucht sich gleichzeitig selbst. Mit festen Arbeitszeiten hat er es nicht so; normalerweise erscheint er nur dann im Büro, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt, und auf Überstunden am Schreibtisch hat er nun wirklich keine gesteigerte Lust.
Das Display am Festnetzapparat zeigt eine unbekannte Mobilnummer. In seinem Hinterkopf schrillt ein Alarmglöckchen los und vermischt sich mit dem Telefongebimmel zu einem unschönen Duett. Mit wachsender Beklommenheit wirft er die Tür hinter sich zu und hockt sich auf die Schreibtischkante, bevor er den Anruf abnimmt. »Pferdemetzgerei Zossling – Gestern noch geritten, heute mit Fritten. Was kann ich …?«
»Frenchman«, sagt der humorlose Kerl am anderen Ende. »Für einen kurzen Moment hatte ich gehofft, du wärst seriös geworden.«
»Und ich hatte gehofft, man hätte dich ins Archiv versetzt und dort vergessen.«
»Abteilung für Terrorismusbekämpfung im BKA«, murrt Kellermann. »Ich bin jetzt Leiter der Gruppe Auswertung und Strukturermittlung. Mit euch Kuttenträgern habe ich nichts mehr zu schaffen. «
»Hurra«, erwidert French trocken. »Dir ist schon klar, dass diese Leitung möglicherweise abgehört wird?«
»Wird sie nicht. Noch nicht jedenfalls.«
»Und du musstest mir die frohe Botschaft unbedingt höchstpersönlich mitteilen.« Er schaltet den Ventilator ein, den er vor zwei Minuten erst ausgeschaltet hat. Sein Bauchgefühl sagt ihm, dass er einen kühlen Kopf benötigen wird. »Oder wolltest du mir nachträglich zu meiner Hochzeit gratulieren? Wie aufmerksam von dir.«
»Du hast …? DU?«, fragt Kellermann ungläubig. »Geheiratet? Wann?«
»Müsste in meiner Akte stehen. Ihr protokolliert doch sonst auch jeden Rocker-Furz.« Zufrieden betrachtet French den Reif an seinem Finger, der sich in seiner Schlichtheit von den schweren, verzierten Bikerringen abhebt.
»Dann wäre es angebracht, der jungen Dame mein Beileid für ihre schlechte Wahl auszusprechen.« Die Stimme des BKA-Beamten klingt eisig. »Möglicherweise wird sie dich für sehr lange Zeit nur noch zu den Besuchszeiten sehen dürfen. Zwei Stunden pro Monat, wenn ich es recht im Gedächtnis habe.«
»Was soll der Scheiß?« French springt von der Tischkante und schlendert hinüber zum Fenster, schiebt die Lamellen der Jalousien auseinander und blickt hinaus auf die Straße. Keine Menschenseele ist zu sehen. Die Abendsonne flimmert golden auf den Dachschindeln, kobaltblaue Schatten wachsen über den staubigen Asphalt. »Wenn du an Sicherheitsdienstleistungen interessiert bist, weil du Angst vor bösen Rockern hast – zu Recht, wie ich andeuten möchte –, kann ich dir gerne unsere kostenlose Broschüre zuschicken.«
»Spar dir deine dummen Sprüche«, grollt Kellermann. »Du und dein ach so ehrenvolles Chapter werdet bald schon hinter Gittern landen, dann wird dir das Lachen schon vergehen. Und diesmal sorge ich höchstpersönlich dafür, dass man den Schlüssel wegwirft.«
»Ihr müsst ja wirklich akuten Personalmangel haben, dass ihr eure Haftbefehle neuerdings per Telefon vollstreckt. Oder sollte es sich etwa um einen inoffiziellen polizeilichen Drohanruf handeln? Ich glaube nicht, dass sich das mit geltendem Recht vereinbaren lässt.« French schnalzt mit der Zunge. »Komm zum Punkt, Wadenbeißer.«
Der Mann am anderen Ende atmet schwer ein und aus. Es hört sich an, als halte er seinen Zorn nur mühsam in Schach. »Dein Geschwätz von Ehre, Loyalität und Gewissen war nichts weiter als das: hohles Geschwätz, Frenchman! Sobald es um Profit geht, seid ihr keinen Deut besser als die Dirty Demons. Krimineller Abschaum! Ihr werdet …«
»Jetzt mach mal halblang«, fährt ihm French ins Wort.

Was zum Teufel ist geschehen, dass Kellermann sich genötigt fühlt, ihn nach so langer Zeit persönlich anzurufen und ihm mit Knast zu drohen? Bisher schien es, als habe er sich mit der Existenz der Bullheads zähneknirschend abgefunden. Immerhin sorgen sie für eine gewisse Ordnung in der hiesigen Unterwelt, was den Cops wiederum einiges an Arbeit erspart. Man sollte auch nicht vergessen, dass der Hauptkommissar ihnen seine Beförderung verdankt. »Vielleicht könntest du ein wenig mehr ins Detail gehen, Bundesterrordackel.«
»Ich erinnere mich noch sehr gut, wie du stolz behauptet hast, dass ihr euch aus den richtig schmutzigen Geschäften raushaltet. Keine Zwangsprostitution, kein Drogenhandel, keine Auftragsmorde.«
Bei dem letzten Wort leuchtet ein grelles Scheiße! in seinem Kopf auf. Trotz der Hitze rast ein eisiger Schauer über seinen Nacken. Schon angelt er sein Handy aus der Hosentasche und fliegt durch seine Kontakte, bis er bei Ghosts Nummer stoppt. »Wir sind weder Zuhälter noch dreckige Dealer«, sagt er, während er hastig die ersten Worte tippt: Hau ab, Bruder! Du bist aufgeflo…
»Lüg mich nicht an!«, zischt der Beamte. »Wir beide wissen, dass eure Clubaktivitäten nicht aus Bingoabenden bestehen. Bislang konnten wir euch nicht mehr als halbseidene Geschäftchen nachweisen. Aber es war nur eine Frage der Zeit, bis eure Gier euch zu weit treibt. So läuft es doch immer.« Kellermanns Abscheu ist nicht gespielt. »Wie konntet ihr nur? Es sind Schüler, um Himmels Willen. Schüler!«
Frenchs Finger verharren auf der winzigen Tastatur. »Wovon zum Henker redest du?«
»Komm mir nicht auf diese Tour, Frenchman. Das hiesige Polizeipräsidium hat eine Soko eingerichtet. Die Spur führt zu euch, darum wurde ich informiert.« Er lacht freudlos. »Ich gelte als Insider, euren Club betreffend.«
»Du? Ach du Scheiße.« Er schaltet das Smartphone aus und legt es beiseite. »Muss ja eine tolle Spur sein, wenn du extra bei mir anrufst und mich mit einem Kübel Beschimpfungen überschüttest.« Worum auch immer es geht – der Zorn des Beamten rührt vor allem daher, dass die Beweise gegen die Bullheads nicht ausreichend sind. »Erklärst du mir jetzt, was wir verbrochen haben sollen?«
Drei Sekunden lang hörte er nicht einmal Kellermanns Atemzüge. »Tu nicht so ahnungslos«, antwortete der andere mit einem leisen Hauch von Zweifel in der Stimme.
»Ich tu nicht so, ich bin es. Du hast etwas von Schülern gesagt.« Sein Hirn arbeitet fieberhaft. »Na gut, es passiert schon mal, dass sich Minderjährige auf einer unserer Partys einschleichen wollen. Ist so eine Art Mutprobe bei den Kids. Aber weiter als bis zur Türschwelle kommen sie nie. Wir nehmen jeden unter die Lupe, den wir nicht kennen. Junges Gemüse wird sofort nach Hause geschickt, weil wir keinen Bock auf solchen Ärger haben.«
»Von dieser Art Ärger rede ich nicht, sondern von dem Dreck, den ihr seit geraumer Zeit auf Schulhöfen vertickt.«
Perplex nimmt er den Hörer vom Ohr und starrt ihn an, als könne er darin die Antwort sehen.
»Bist du noch da?«, schallt es aus der Hörmuschel.
»Yup.« French nimmt einen langen tiefen Atemzug. »Wenn ich das recht verstanden habe, wirfst du meinem MC gerade vor, wir würden Drogenhandel an Schulen betreiben.« Er betont jedes einzelne Wort, um es zu begreifen. »Das ist so bescheuert, dass mir keine passende Beleidigung einfällt. Wie kommst du auf den Scheiß?«
»Wie gesagt: Die Spur führt zu euch. Und wir reden hier nicht von einem Tütchen Gras, das beim Matheunterricht unterm Tisch weitergereicht wird, sondern von Kokain, Ectasy und Speed in gewerbsmäßigen Mengen.«
»Unmöglich«, sagt er bestimmt. »Für jeden meiner Brüder lege ich die Hand ins Feuer. Jederzeit.«
»Tust du das?«, erwidert Kellermann spröde.
»Gib mir Einzelheiten, dann kann ich dir sagen, dass an deinem dämlichen Verdacht nichts dran ist.«
»Du weißt, dass ich das nicht …«
»Dann hör auf, mir ein Schnitzel an die Backe zu quatschen und mach zur Abwechslung mal richtige Ermittlungsarbeit!« Er rammt den Hörer in die Festnetzstation.
Geschlagene zwei Minuten starrt er das Telefon an, während er in Gedanken jeden Erinnerungsfetzen durchpflügt, den sein Hirn im Zusammenhang mit Drogen gespeichert hat. In einer großen Stadt wie dieser gibt es natürlich eine aktive Drogenszene und die meisten Dealer sind dem Club gut bekannt. Die wichtigste Aufgabe der Bullheads ist es, den Frieden in der Halbwelt zu wahren, schon aus eigenem Interesse. Wenn irgendwo die Kacke am Dampfen ist, zeigt die Justiz nämlich immer zuerst auf den MC.
So wie jetzt.
Er ringt kurz mit sich, wirft einen bedauernden Blick auf die Uhr an der Wand, dann drückt er die Rückruftaste.
Kellermann nimmt sofort ab.
»Gib mir Einzelheiten und ich gehe der Sache nach«, sagt Frenchman. »Wenn an der Geschichte was dran sein sollte, dann regeln wir das.«
»Vergiss es! Selbstjustiz werde ich auf keinen Fall unterstützen.«
Er muss an sich halten, um den Hörer nicht wiederholt auf die Tischplatte zu donnern. Das Telefon kann nichts dafür. »Gib mir einfach die verfickten Details.«
»Das kann ich nicht und du weißt es.«
»Willst du mir weismachen, du hättest nur angerufen, um deinen Frust bei mir abzuladen? Ich kann dir keine Antworten geben, wenn ich nicht mal weiß, worum es sich genau dreht.«
»Tja …« Kellermann zögert eine ganze Weile. »Gut, hör zu: An einer hoch angesehenen Privatschule in eurer Stadt hat eine Putzkraft unlängst einen Spülkasten auf dem Jungsklo geöffnet, weil der Wassernachlauf defekt war. In dem Spülkasten lag ein wasserdicht verpacktes Päckchen. Darin befanden sich viele kleine Beutel Kokain – fertig abgepackte Verkaufseinheiten –, zusammengerechnet fast ein Kilo …«
French stößt einen leisen Pfiff aus. Ein Kilo Koks in Straßenhandelsqualität bringt bis zu 80.000 Euro ein.
»… sowie fünfzig Ampullen MDMA in flüssiger Form und eine ganze Menge Pillen, hauptsächlich Aufputscher«, fährt Kellermann unbeirrt fort.
»Was ist nur aus dem guten alten Pausenbrot geworden?«, murmelt French.
»Der Fund wurde sofort dem Rektor gemeldet und der wiederum hat seine Lehrerschaft zusammengetrommelt, um nach Auffälligkeiten unter den Schülern zu fragen. Tatsächlich sagte ein Lehrer aus, er habe schon sehr lange den Verdacht, dass diverse Schüler Drogen konsumieren würden und ein vertrauliches Gespräch mit besagten Schülern geführt. Natürlich hätten sie alles vehement abgestritten. Sie wüssten nichts von Drogen und schon gar nicht, wer diese verkauft.«
»Natürlich nicht, sind alles kleine Unschuldslämmer. Die Lehrer haben die Sache wohl kaum auf sich beruhen lassen.«
Kellermann bleibt stumm.

»Himmelarsch, es kann doch nicht so schwer sein, einen Schüler durchzuschütteln, um Antworten zu bekommen!«
»Du verstehst das Ausmaß des Problems nicht, Frenchman. Bei besagtem Lehrinstitut handelt es sich nicht um eine städtische Brennpunktschule, sondern um das Augustiner-Gymnasium. Eine renommierte Privatschule für die behüteten Sprösslinge der oberen Zehntausend. Dort schüttelt man keine Schüler durch, wenn man nicht anschließend von einem Rudel Anwälte zerrissen werden will.«
»Ich kenne den Laden vom Hörensagen.« Das ehemalige Kloster liegt im schönsten, teuersten Viertel der Stadt, dort, wo prächtige Villen hinter meterhohen Hecken verborgen liegen und die Polizei schon angerast kommt, wenn man nur einen Kaugummi aufs Pflaster spuckt. »Werben die nicht hauptsächlich mit ihrem ach so tollen Sicherheitskonzept?«
»Unter anderem, ja. Jeder Zugang zum Gelände wird bewacht. Fremde können nicht mal eben so auf den Schulhof stolpern, um einen Millionärssprössling zu entführen oder eine Handvoll Pillen zu verkaufen.«
»Schön, damit wären wir ja aus dem Schneider. Ich tippe auf einen Lehrer oder Angestellten, der sich ein bisschen was dazuverdienen will. Beschissene Sache, aber nicht unsere Schuld. Wie du dich hoffentlich noch erinnerst, habe ich aus persönlichen Gründen ein massives Problem mit Drogendealern.«
»Ich bin noch nicht fertig!«, blafft Kellermann durch die Leitung. »An jeder normalen Schule würde das Rektorat der Sache gründlich nachgehen, die Polizei einschalten und den Eltern auf die Füße treten, anschließend Schulverweise aussprechen und alles andere der Staatanwaltschaft überlassen. Wir reden hier aber nicht von normalen Schülern und kooperationswilligen, zutiefst betroffenen Eltern. Hier zahlen Mama und Papa jeden Monat einen Batzen Geld dafür, dass die Schule ihnen genau solche Probleme vom Hals hält und ihren Nachwuchs durchs Abitur prügelt. Wenn ein neuer Computerraum benötigt wird, schnippt Papa mit den Fingern und einer sechsstelliger Spendenscheck wird ausgestellt. Anschließend trifft er sich zum Golfen mit dem Innenminister und beschwert sich beiläufig über einen Strafzettel, weil er in seinem Ferrari mit 250 Sachen geblitzt wurde. Noch am gleichen Tag werden ein paar unglückliche Beamte nach Hinter-Kuhdorfhausen versetzt. Wenn solche Eltern erfahren müssen, dass ihre kostbaren Kids an der Luxusschule mit Drogen in Kontakt geraten sind, ziehen die in den Krieg. Gegen die Schule, den Rektor und die Behörden.«
»Jetzt verstehe ich«, murmelt French. »Da haben ein paar Sesselfurzer Angst um ihre Jobs.«
»Das Zauberwort heißt Diskretion«, grollt Kellermann. »Die Soko hat natürlich sämtliche Lehrer und auch die Angestellten überprüft. Gärtner, Küchenhilfen, Wachdienst und so weiter. Die sind alle sauber. Es muss sich also um einen Schüler handeln …«
»Dem das Taschengeld gestrichen wurde? Komm schon, das ist doch albern! Die Kids fliegen mit dem Privatjet in die Sommerferien und bekommen für jeden Einser auf dem Zeugnis vermutlich ein Aktienpaket geschenkt. Die müssen sich mit Sicherheit keine Sorgen um ihre finanzielle Zukunft machen.«
»Nicht alle, das stimmt.« Die Art, wie der BKA-Beamte das sagt – kalt und lauernd – schürt Frenchs ungutes Gefühl. Der Mann am anderen Ende fährt fort: »Erstens: Solche Mengen wie die, die im Spülkasten gefunden wurde, bestellt man nicht mal eben im Darknet. Wer auch immer das Zeug verkauft, muss es von einem Lieferanten in der Stadt bekommen haben. Und zwar nicht zum ersten Mal. Die gefundene Menge lässt vermuten, dass die Drogen nicht nur an diesem Gymnasium verkauft werden, andernfalls wäre die gesamte Schule high. Ihr rühmt euch doch immer, dass in der Unterwelt eurer Stadt nichts ohne euer Wissen geschieht.«
»Na, wir kriegen auch nicht alles mit«, brummt French. Er kann sich jedoch nicht vorstellen, dass einer der ansässigen Lieferanten solch große Mengen an einen Kunden verscherbelt, ohne sich zu vergewissern, wo der das Zeug weiterverkaufen will.
»Zweitens«, fährt Kellermann fort, »haben die Bullheads eine direkte Verbindung zum Augustiner-Gymnasium.«
French reibt sich den Nacken. »Haben wir?«
»Eines eurer Kinder geht seit über einem Jahr dort zur Schule. Ist das nicht ein interessanter Zufall?«
Er hat keine Ahnung, was er darauf antworten soll. Die Familienverhältnisse seiner Brüder sind ihm nur vage bekannt. Ein paar haben Nachwuchs, der eine oder andere ist sogar ordnungsgemäß mit der zugehörigen Mutter verheiratet. Aber der MC ist eine reine Männerangelegenheit; manche Member bringen ihre Frauen nicht mal zu den harmlosen öffentlichen Veranstaltungen des Clubs mit, von den Kids ganz zu schweigen. Sie halten die beiden Welten strikt voneinander getrennt, nicht zuletzt wegen der allzeit willigen Clubgirls.
Als er schweigt, sagt Kellermann: »Euch stehen unruhige Zeiten bevor, Frenchman. Sollte die Soko Beweise finden, dass ihr mit dieser widerwärtigen Sache zu tun habt – und das werden sie –, prophezeie ich das Ende des Bullhead MC. Euer Clubvermögen wird beschlagnahmt, eure Frauen werden euch hassen. Ihr werdet sämtliche Sympathien verlieren, die ihr euch über all die Jahre erworben habt. Ihr verliert euer Territorium und euer Ansehen und ihr werdet im Knast verrotten.«
»So weit wird es nicht kommen.« French legt auf.